Photovoltaikanlage

Auf Grund der begrenzten Verfügbarkeit der fossilen Energieträger und der etwas gefährlicheren Kernenergie werden Energiequellen, wie die aus den erneuerbaren Energien immer beliebter. Der globale Bedarf nach Energie treibt den Verbrauch in die Höhe. Der elektrische Strom wird für die Privathaushalte noch weitgehend aus Kohle und Erdöl erzeugt. Das Abschalten der Atomkraftanlagen, welchen günstigen Strom produzierten, hat sicherlich ebenfalls seinen Beitrag in den erhöhten Preisen. Es gibt somit keine Anzeichen dafür, dass die Strompreise in Zukunft fallen werden.

Energie aus dem Licht der Sonne

Jedoch stehen neue Technologien bereit um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien umweltschonender und risikofreier voranzutreiben. Dieser Entwicklung können sich die Besitzer eines Hauses oder eines Grundstücks mit der Anschaffung einer Photovoltaikanlage anschließen. Mit einer Photovoltaikanlage ist man in gewissermaßen sein eigener Stromanbieter.

Das Licht der Sonne wird mit Hilfe einer Photovoltaikanlage in eigenen elektrischen Strom umgewandelt. Sogenannte Halbleiter, die sich in den Solarmodulen befinden, wandeln die Sonnenstrahlen der Sonne direkt in elektrische Energie um. Im Gegensatz zu einer thermischen Solaranlage, wo das Wasser für die Heizung oder das Bad erwärmt wird. In beiden Fällen wird aber als Quelle die Energie der Lichtstrahlen genutzt.

Der Wirkungsgrad der Solarmodule ist nicht komplett von der außen herrschenden Temperatur, sondern von der Lichteinstrahlung abhängig. Eine Photovoltaikanlage erzeugt deshalb auch bei einer ungünstigen Wolkenlage wie im Winterhalbjahr Strom.

Das Hausdach als Minikraftwerk

Mit einer Photovoltaikanlage wird das Dach des Hauses zu einem eigenen Kraftwerk. Der erzeugte Strom ist hierbei ein so genannter Gleichstrom, der in dieser Form von den üblichen Wechselstromgeräten des Haushaltes nicht genutzt werden kann. Der von der Photovoltaikanlage erzeugte Strom wird daher zunächst durch einen Wandler (NEG) in Wechselstrom umgewandelt. Anschließend kann der Strom im Haus genutzt werden. In der Praxis wird dies immer öfters getan, dadurch steigt der Eigenverbrauch ebenfalls. Häufig wird der Solarstrom in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Der Grund dafür liegt in der Vergütung des Solarstroms. Infolge staatlicher Subventionen, die etwa im EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) spezifiziert sind, wird der eingespeiste Strom vergütet. Eine Photovoltaikanlage amortisiert sich daher bereits nach ca. zehn bis fünfzehn Jahren.

Potential für die Zukunft

Die errichteten Photovoltaikanlagen sind auch aus wirtschaftlichen Gründen insbesondere wegen der Subventionierung interessant und lohnend. Die Kosten für die Stromerstellung liegen bei den heutigen Photovoltaikanlagen aber immer noch höher als die Kosten, die bei konventionellen Großkraftwerken anfallen. Es ist aber davon auszugehen, dass sich dieser Zustand ändert. Insbesondere im Hinblick auf die Energiewende, die den Verzicht auf Atomstrom beinhaltet, gewinnen alternative Energien eine immer stärkere Bedeutung. Mit einer Photovoltaikanlage wird der Hausbesitzer dadurch unabhängig von unvorhersehbaren Änderungen im Strommarkt.