Netzeinspeisung

Wie kann der erzielte Stromertrag genutzt?

Der Besitzer einer Photovoltaikanlage kann gegenüber dem Stromversorger (Versorgungsnetzbetreiber, VNB) als Stromkunde oder Stromlieferer wirken. Die Stromzähler im Haus gehören dem Versorgungsnetzbetreiber. Die Stromverteilung beginnt beim Ausgang des Zählers.
Stromnetz -> Hauptsicherungskasten -> Zählerschrank (mit Abrechnungszähler vom VNB)

Die Photovoltaikanlage kann auf verschiedene Arten mit dem Netz gekoppelt werden.

  • Volleinspeisung
  • Der komplette erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Der für den Eigenverbrauch benötigte Strom muss selber wieder hinzu gekauft werden.
    Bei der Einführung des EEG war dies der übliche Fall. Der Strom wurde vollständig verkauft. Diese Anlage ist theoretisch nicht an die häusliche Stromnetzversorgung angeschlossen. Es wird aber der vorhandene Netzanschluss genutzt.
    Die Vergütung lag damals noch über dem aktuellem Strompreis. Es war günstiger den Strom für den Eigenbedarf vom Stromversorger zu erwerben.

    Beispiel:
    Vergütung : 59 cent KW/h
    Strompreis: 15 cent KW/h
    ------------------------
    Gewinn: 44 cent KW/h

  • Überschusseinspeisung
  • Der Eigenverbrauch kann gemessen werden, wenn die erzeugte Strommenge mit der ins Netz eingespeiste abgezogen wird.

  • Eigenverbrauch
  • In der Vergangenheit war das Konzept einer Photovoltaikanlage den Strom in das öffentlich Netz einzuspeisen. Aktuell gibt es immer mehr Konzepte die den Eigenverbrauch mitberücksichtigen. Um den Eigenverbrauch zu berücksichtigen ist in erster Linie keine Batterie nötig. Der erzeugt Strom sucht sich zuerst im Haus die Verbraucher und wird dann ins Netz eingespeist (Überschusseinspeisung). Moderne Anlagen regeln diesen Eigenverbrauch über das NEG mit. Der selbstverbrauchte Strom wird laut EEG ebenfalls vergütet.

    Anlage (selber erzeugter Strom) – Netz (eingespeister Strom) => Eigenverbrauch

    Wird zu wenig Strom von der Anlage erzeugt, wird aus dem öffentlichen Stromnetz hinzugekauft. Dies ist die zur Zeit gängigste Variante.
    Dafür können zwei Zähler angebracht werden.
    - Bezugszähler
    - Einspeisezähler

    Der Solarstrom vom Dach ist günstiger

    Ein Grund den Eigenverbrauch mit zu berücksichtigen ist der steigende Strompreis. Der produzierte Strom vom Dach wird auf Grund von immer günstigeren Anlagen günstiger. Die Einspeisevergütung ist niedriger als der Bezugspreis vom Stromversorger eingesparte Preis.

    Der Netzbetreiber muss in der Lage sein, die Netzeisnspeisung abzuregeln, wenn mal eine Netzüberlastung droht. Ab 2012 ist diese Regelung verpflichtend, da ansonsten die EEG-Vergütung aus bleibt. Zwar ist dies vorgeschrieben, doch stellt sich die Frage ob wirklich mal abgeregelt wird.

    Photovoltaikanlagen bis 30 KWp müssen eine 70% Leistungsbegrenzung haben. Es zählt aber nur die Netzeinspeisung ins Stromnetz. Eine 10 KW Photovoltaikanlage kann nur max 7 KW ins Stromnetz einspeisen. Alles über 7 KW kann aber als Eingenverbrauch genutzt werden. Anlagen bis zu 30KW müssen zusätzlich fernregelbar sein. Die Nutzung von Eigenverbrauch und Speicherung ist hier somit sinnvoll.

    Jedes Haus hat einen Bezugszähler, zum Haus hin. -> Bezugszähler
    Es wird ein Zählfeld benötigt der zum Netz zeigt. -> Einspeisezähler
    oder Zweirichtungszähler Hin und Zurück.
    Zusätzlich wird ein Zähler benötigt der die Gesamtstromerzeugung der Anlage misst (Erzeugungszähler). -> beim NEG, kann aber verzichtet werden, da das NEG sowieso einen Wert liefert.