Photovoltaikanlagen

Die Sonne bietet sich als unerschöpfliche Quelle von Energie für jeden an. Mittels einer Photovoltaikanlage können Hausbesitzer ihren Strom unabhängig sowie umweltfreundlich selbst erzeugen.

Die Umwelt schonen und zeitgleich mit Solarstrom Geld verdienen

In Zeiten stetig wachsender umweltfeindlicher Kohlendioxid-Emissionen entscheiden sich stetig mehr Haushalte für regenerative Energien, speziell für die Photovoltaik. In PV-Anlagen wird Sonnenenergie in Elektrizität umgewandelt, ohne jeglichen Schmutz, Lärm oder zusätzlichen Stromverbrauch. Photovoltaikanlagen werden in Inselanlagen und netzgekoppelte PV-Anlagen unterteilt. Letztere wird dem öffentlichen Stromnetz angeschlossen und hat den Vorteil einer Einspeisevergütung. Die PV-Anlage als Inselanlage ist dagegen nicht im allgemeinen Stromnetz integriert. Derartige Photovoltaikanlagen eignen sich zum Beispiel zur Energieversorgung von Wochenendhäusern oder Wohnwagen. Anstatt ausschließlich auf einem Hausdach, kann eine Inselanlage auch auf freien Flächen installiert werden.

Klassische Solarmodule mit einer Größe von 1,3/1,7 Quadratmetern wiegen zwischen 15 und 22 Kilogramm. Da eine PV-Anlage mindestens zwanzig Jahre funktionieren soll, ist es empfehlenswert vor der Montage, die Qualität der Dachkonstruktion zu überprüfen. Sanierungen oder eine Neudeckung müssen stets vor der Installation einer Photovoltaikanlage durchgeführt werden. Eine Alternative zur aufgesetzten Montage ist es, die PV-Anlage direkt in die Dachkonstruktion zu integrieren. Hierbei wird die Solaranlage direkt auf den Dachlatten fixiert und somit die Dachhaut komplett ersetzt.

Die Funktion einer PV-Anlage

Die Module der Photovoltaikanlagen bestehen aus etlichen Solarzellen, welche die Sonneneinstrahlung zur Erzeugung elektrischen Stroms nutzen. Mit einem Wechselrichter wird der Gleichstrom der PV-Anlage in Wechselstrom umgewandelt, sodass sämtliche Geräte im Haushalt versorgt werden können. Als Alternative kann der gewonnene Strom in Batterien gespeichert werden oder dem öffentlichen Netz zugeführt/eingespeist werden.

An sehr trüben Tagen, falls nicht ausreichend Energie von der PV-Anlage erzeugt wird, die Batterien zudem leer sind, wird das Domizil alternativ vom öffentlichen Stromnetz versorgt. Wie hoch der Stromertrag einer auf dem Hausdach montierten Photovoltaikanlage ist und in welcher Höhe die aktuell zu erwartende Einspeisevergütung ausfällt, kann zum Beispiel online mit einem Photovoltaik-Rechner ermittelt werden.

Die optimale Leistung der PV-Anlage ermitteln

Die Leistungen von innovativen Photovoltaikanlagen wird in Wp (Watt Peak) beziehungsweise kWp gemessen. Die Solarmodule sind mit einer Leistungsangabe versehen, der Nennleistung. Diese wird allerdings lediglich an äußerst sonnenreichen Tagen des Jahres oder unter Laborbedingungen erreicht. Grundsätzlich wird gerechnet, dass eine erzeugte Kilowattstunde (kWh) Energie je genannter Wattzahl (Wp) der Nennleistung erreicht wird.

Neben der unterschiedlichen Nennleistung unterscheiden sich die Photovoltaikanlagen auch durch ihre Effektivität im Wirkungsgrad der jeweiligen Solarzellen. Dieser zeigt auf, wie viel Strom aus der aufgefangenen Sonneneinstrahlung in Elektrizität umgewandelt wird. Des Weiteren wird der Wirkungsgrad von den gewählten Solarzellen bestimmt. Hierbei wird zwischen Dünnschicht-, polykristallinen und monokristallinen Solarzellen unterschieden.

Mittels Photovoltaik die Heizung betreiben

Was liegt näher, als die Möglichkeit den mittels PV-Anlage selbst erzeugten Strom auch für das Heizen des Gebäudes zu nutzen. Die Energie wird umweltfreundlich/ökologisch gewonnen, sodass eine kostenintensive Zentralheizung wegfallen könnte. Dies klingt verlockend und war bis vor einiger Zeit noch Zukunftsmusik. Aufgrund innovativer Stromspeicher wird diese Möglichkeit jedoch immer realistischer. Erste Projekte zeigen bereits einen Weg, um mit einer PV-Anlage und einem zusätzlichen Speicher kostengünstig das komplette Haus zu heizen.