Solarenergie

Was ist Solarenergie?

Als Solarenergie wird die Sonnenenergie bezeichnet, die für die Stromversorgung verwendet werden kann. Hierzu zählen der elektrische Strom, chemische Energie und die Wärmestrahlung. Die Strahlung der Sonne wird dabei als elektromagnetische Strahlung bezeichnet. Diese setzt sich auf der Oberfläche der Sonne frei. Ursächlich hierfür ist die sogenannte Schwarzkörperstrahlung, die etwa 5000 Grad Celsius beträgt. Diese beruht auf Kernfusionen im innersten Teil der Sonne.

Anwendung der Solarenergie

Die Erderwärmung stellt den größten Teil der Sonnenenergie dar. Diese Wärme ist Voraussetzung für das Leben auf der Erde, einschließlich der Photosynthese von Pflanzen. Alle lebenden Organismen der Erde sind auf die Sonnenenergie angewiesen. Auch Brennstoffe sowie sämtliche Baumaterialien entstammen dieser Energie. Die Erdatmosphäre weist Luftdruckunterschiede auf, die für die Bildung von Wind verantwortlich sind. Diese können nur auf der Basis der Sonnenenergie entstehen. Dasselbe gilt für den Kreislauf des Wassers auf der Erde.

Mittlerweile wird die Solarenergie immer mehr auch im technischen Bereich genutzt. Dies gilt insbesondere für die Energieversorgung. Photovoltaikanlagen, Solarmodule und Sonnenkollektoren kommen zum Einsatz. Diese Verwendung der Sonnenenergie wird als Solartechnik bezeichnet. Die Nutzung erfolgt auf unterschiedliche Weise:

  • Sonnenkollektoren zur Wärmegewinnung, die sogenannte Solarthermie
  • Solarzellen zur Erzeugung von Elektrizität, die sogenannte Photovoltaik
  • Sonnenwärmekraftwerke arbeiten auf der Basis von Wärme und Wasserdampf

Die Solarenergie kann auch auf indirektem Wege genutzt werden. Hier werden beispielsweise organische Abfälle so aufbereitet, dass Flüssigkeiten wie zum Beispiel Alkohol oder Öle entstehen. Aber auch Gase können erzeugt werden. Wasser- und Windkraftwerke prodizieren elektrischen Strom, um Gebäude mit Wärme und Energie zu versorgen. Diese Energie wird als passive Solarenergie bezeichnet. So kann der herkömmliche Stromverbrauch gesenkt werden.

Die Solarenergie wird als regenerativ angesehen. Viele Länder fördern ihre Nutzung entsprechend. In Deutschland gibt es diesbezüglich das Erneuerbare-Energien-Gesetz.

  • Vorteile der Solarenergie
  • Solarenergie ist im Gegensatz zu anderen Energiequellen unbegrenzt vorhanden. In Deutschland gibt es rund 60.000 Beschäftigte in dieser Branche. Eine Vielzahl an Unternehmen versorgen den Markt mit Solarzellen, Modulen und Geräten. Für die Planung und den Bau von Solaranlagen ist ein weiterer Teil zuständig. Im Jahr kommt es zu einem Gesamtumsatz von etwa 10 Milliarden Euro, von denen ungefähr zwei Drittel in der Bundesrepublik bleiben. Der Staat erhält somit etwa drei Milliarden Euro an Steuergeldern. Weiterhin wird so mittels der Solarenergie ein kostenaufwändiger Import von Brennstoffen eingespart. Dieses beläuft sich im Jahr auf etwa 400 Millionen Euro.

    Ein weiterer Vorteil der Solarenergie ist die Klimaschonung. Lediglich beim Bau der Solaranlage setzen sich die sogenannten Treibhausgase frei, die Betreibung der Anlagen ist frei von Emissionen. Die Energie der Sonne hat den Ausstoß von CO2 im Jahre 2009 beispielsweise um etwa dreieinhalb Millionen Tonnen gesenkt. Feiner Staub wie zum Beispiel Ruß wird nicht in die Atmosphäre abgegeben.

    Weitere Vorteile der Solarenergie ergeben sich daraus, dass die Stromverteilung gleich hohe Kosten aufwirft wie ihre Erzeugung. Die niedrigeren Energiepreise aufgrund von fehlenden Kartellen bezüglich der Preisbildung sind ebenfalls hervorzuheben. Solarenergie ist günstiger. Größere Reserven an Energie werden nicht mehr benötigt. Große Anlagen machen diese erforderlich, um bei Stromausfällen störungsfrei arbeiten zu können.