Sonnenstrahlung

Die Sonnenstrahlung
Die Sonnenstrahlung umfasst ein sehr breites Spektrum und innerhalb dieses Spektrums die größte Intensität im Vergleich aller bekannten Lichtquellen. Da Sonnenstrahlen sehr verschiedene Wellenlängen aufweisen, werden sie unterschiedlich stark von der Erdatmosphäre absorbiert. Einige der Wellenlängen wären ohne die Absorption für das Leben auf der Erde sehr gefährlich, wie die Diskussion um das Ozonloch beweist. Diese durch den Klimakiller FCKW verursachte Lücke in der Ozonschicht, die vor allem über der Antarktis existiert, lässt verstärkt vor allem UV-B Sonnenlicht mit der Wellenlänge von 315–280 nm und einer Fotoenergie von 3,94–4,43 eV durch. Sonnenlicht mit dieser Wellenlänge kann verheerende Auswirkungen auf das Leben aller Arten haben, weil es organische Bindungen spaltet.

Bereiche der Sonnenstrahlung

Es gibt sichtbare und unsichtbare Bereiche der Sonnenstrahlung, nur die sichtbaren Bereiche nehmen wir als Sonnenlicht wahr. In der Wissenschaft ist es begrifflich teilweise umstritten, was zur Sonnenstrahlung zu rechnen ist. Im Grunde gehören alle folgenden Bereiche dazu:
 

  • elektromagnetische Strahlung
  • Teilchenstrahlung des Sonnenwinds und Neutrinos
  • Radiowellen (harte Röntgenstrahlung)
  • alle Bereiche des sichtbaren Lichts
  • Infrarotstrahlung
  • Schwarzlicht

Die Sonnenstrahlung wird etwa sieben bis neun Jahre durch Sonneneruptionen erhöht und verändert. Diese Eruptionen verändern und erhöhen das Strahlungsspektrum und können elektronische Geräte und den Funkverkehr stören, weil sie meist langwellige Radiostrahlung emittieren. Auch zwischenzeitlich weist die Sonnenstrahlung Abweichungen auf, sie ändert sich mal langsam und manchmal auch rasant während mehrtägiger Rauschstürme. Einzelne, verschieden starke Strahlungsausbrüche können Sekunden bis Tage andauern.

Wie nehmen wir die Sonnenstrahlung war?

Die Lebewesen auf der Erde nehmen Sonnenstrahlung als Licht (rund 50 % der Strahlung) und Wärme wahr, wobei die Schwankungen der tatsächlich ankommenden Strahlung relativ gering sind (rund sieben Prozent bei gleichem Sonnenstand entsprechend der Tages- und Jahreszeit). Das bedeutet, auch ein bewölkter Himmel lässt noch jede Menge Sonnenstrahlung durch, das vorhandene Licht genügt uns meistens, auch Fotovoltaikanlagen funktionieren ebenso unter Wolken. Natürlich dämpft die Atmosphäre die Sonnenstrahlung, jedoch gelangt gerade das sichtbare Licht bei wolkenlosem Himmel recht ungebremst die Erde. Von der Infrarotstrahlung dringen rund 75 % durch, von der UV-Strahlung (10 % der Sonnenstrahlung) dringt UV-A weitgehend zur Erdoberfläche durch, während UV-B und UV-C größtenteils durch die Atmosphäre absorbiert werden.