Stromertrag

Wie errechnet sich der Stromertrag einer PV-Anlage?

Viele verschiedene Faktoren nehmen Einfluss auf den Stromertrag einer Photovoltaikanlage. Die wichtigsten Aspekte sind dabei:

  • die Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung (Standort),
  • die Neigung der Dachfläche, auf der die Photovoltaikanlage installiert ist (Ausrichtung),
  • die Art der Solarmodule und ihr Zustand.

Die technischen Einflüsse auf den Ertrag einer solchen Anlage werden im Folgenden erläutert.

Technische Einflüsse auf den Ertrag einer Photovoltaikanlage
Abgesehen von Standortfaktoren und Umwelteinflüssen kann sich der Stromertrag einer Photovoltaikanlage je nach Modulart stark unterscheiden. Dies hängt auch mit den verwendeten Materialien zusammen. Grundsätzlich unterschieden werden dabei

Kristalline Module und Dünnschichtmodule im Effizienz-Vergleich

Die drei gängigen Photovoltaik-Module sind kristalline Module, für die entweder Mono- oder Polykristallin verwendet wird, sowie Dünnschichtmodule. Dünnschichtmodule, deren gleichmäßige Oberfläche dunkelgrün, braun oder schwarz aussieht, sind vergleichsweise unkompliziert in der Herstellung. Das macht sie zu einer günstigen Variante für Hausbesitzer, die eine Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach installieren möchten. Sie haben jedoch auch den geringsten Wirkungsgrad, erzielen also weniger Ertrag als kristalline PV-Module. Auch ihre Lebensdauer ist recht gering. Dafür sind sie vergleichsweise wenig anfällig für Temperaturschwankungen.

Bei kristallinen Solarmodulen wird Silizium als Material verwendet. Monokristalline und polykristallinen Modelle unterscheiden sich nach der Art der Herstellung: Polykristalline Zellen werden aus verschiedenen Scheiben zusammengesetzt, monokristalline Solarmodule hingegen haben ein gleichmäßiges Kristallgitter, weil sie in eine Form gegossen werden. Letztere Solarmodule sind in der Regel leistungsfähiger und geben einen größeren Stromertrag ab, weil im Gegensatz zu polykristallinen Zellen an den Rändern der Zellen keine Ladungsträgerverluste entstehen. Dieser kann im Vergleich zu monokristallinen Zellen rund 15 Prozent ausmachen. Weil polykristalline Module jedoch günstiger sind, werden sie häufiger verbaut. Auf größeren Flächen spielt dieser geringe Verlust zudem oft eine untergeordnete Rolle.